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Stabiler Betrieb von Kleinnetzen mit Virtuellen Synchronmaschinen (VISMA)

Es besteht somit die Möglichkeit, auf dem vorhandenen Prozeßrechner der VISMA einen Algorithmus zur Kompensation von Störerscheinungen am Netz zu implementieren und den Systemwechselrichter der VISMA zur Erbringung des Kompensationsstromes zu nutzen.

 

Das Clausthaler CUTEC-Institut betreibt einen aus unterschiedlichen, meist regenerativen Generatoren bestehenden Erzeugerpark, der zusammen mit dem Institutskomplex als Verbraucher in Form eines autarken Kleinnetzes gefahren werden kann. In einigen Betriebssituationen entstehen in diesem Netz untersynchrone Störschwingungen, die sich bis zum Ansprechen von Netzschutzorganen und schließlichem Netzausfall intensivieren können.

 

Zur Bekämpfung dieses Störphänomens wurde ein auf dem nachrichtentechnischen Verfahren der PLL-geführten Trägerrückgewinnung basierender Algorithmus zur echtzeitigen Isolation der Störanteile auf einem Netzspannungsverlauf entwickelt, der in seiner Wirkung einem Demodulator gleicht. Für die Kompensation der Netzspannungsstöranteile wird der ermittelte Verzerrungsanteil phaseninvertiert und mit stellbarer Intensität dem schnellen Systemwechselrichter der VISMA als Sollwert zugeführt, um am Netz die Auslöschung der Störanteile durch Superposition zu bewirken.

 

Im vorliegenden Netz konnte das beschriebene Störphänomen durch Aufbringung einer stationären Kompensationsleistung von etwa 3,5 kW eliminiert werden.

VISMA

Ansprechpartner :
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck
Dr.-Ing. Ralf Hesse
Förderer : Forschungsverbund Energie Niedersachsen (www.fven.de)

 

 

 

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