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Schaufenster Elektromobilität: Tanken im Smart Grid

Kernthema des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung innovativer Ladegeräte und Ladealgorithmen für Elektrostraßenfahrzeuge, um damit einen Beitrag zur dynamischen Systemstabilität elektrischer Netze liefern zu können.

Im Kern der Arbeiten stehen Untersuchungen zur Einbindung automobiler Energiespeicher in die elektrische Energieversorgung zur Erbringung von dezentralen, standortabhängigen Systemdienstleistungen.

Vor dem Hintergrund der abnehmenden Kraftwerksleistung aufgrund des Kernkraftwerk-Moratoriums und des zögerlichen Zubaus neuer Kraftwerke wird das Energieversorgungssystem vor große Herausforderungen gestellt. Zudem ist eine Flexibilisierung des Versorgungssystems wegen der immer steiler verlaufenden Residuallastgradienten notwendig. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie in Zukunft Primär- und Sekundärregelleistung erbracht werden soll, die bislang von Großkraftwerken bereitgestellt wurde.

Andere derzeit laufende und angestrebte Projekte nutzen die Speicher von Elektrofahrzeugen als reine Energiespeicher. In diesem Projekt wird die Nutzung der Fahrzeugspeicher als „Leistungsspeicher“ für die Momentanreserve, zur Primärregelung und weitergehende Systemdienstleistungen untersucht. Aufgrund unterschiedlicher Topologien und lokaler Lastzustände ist für die Parametrisierung der dynamischen Reaktion der Laderegler auf Netzereignisse eine standortbezogene Optimierung der Parameter von Vorteil.

Als mobile Einheiten können Elektrofahrzeug während der netzgekoppelten Phase (Plugged-In) den aktuellen Zustand des lokalen Netzbereiches diagnostizieren und für Netzbetreiber wertvolle Daten erheben. Die erhobenen Daten werden in aggregierter Form als „Power Quality Map“ zur Verfügung gestellt. Im Kontext der Entwicklung hin zum „Smarter Grid“ kann auf diese Weise das Sensornetz für eine Netzüberwachung dichter geknüpft werden, um somit eine weiterhin hohe Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Im Rahmen dieses Projektes werden die beschriebenen drei Funktionalitäten Systemdienstleistungen, Prosumerzellenoptimierung und Power Quality Map untersucht und in marktverfügbare Elektrofahrzeuge integriert.

Projektpartner:

Im Projekt arbeitet die TU Clausthal, vertreten durch das Institut für Elektrische Energietechnik (IEE), das Institut für Informatik (IfI), das Institut für Prozess- und Produktionsleittechnik (IPP) und das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN), mit der Bornemann AG (BAG), der Business Communication Company GmbH (BCC), dem Bundesverband Solare Mobilität e.V. (bsm), der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) sowie der RegenerativKraftwerke Harz GmbH u. Co. KG (RKWH) zusammen. Weiterhin sind die FINE Mobile GmbH und die LTi Drives GmbH in das Projekt mit eingebunden.

Förderer:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Ansprechpartner:

Dipl.-Wi.-Ing. Gunnar Kaestle
05323 / 72-2572
kaestle@iee.tu-clausthal.de

Dipl.-Ing. Benjamin Schwake
05323 / 72-2929
benjamin.schwake@tu-clausthal.de

 

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