Vom Ausgründer aus der TU Clausthal zum Weltmarktführer

Fünf Jahrzehnte brachte sich der Unternehmer, Wissenschaftler und Förderer Dr.-Ing. E.h. Stephan Röthele in die Universität und ihr Umfeld ein. Am 13. Januar ist der Ehrendoktor der Hochschule verstorben.

Stephan Röthele besaß viele Talente: Forschungsdrang, Unternehmergeist, Weltgewandtheit, Kommunikationsstärke sowie Kultur- und Sportaffinität. Davon konnten sich die Menschen im Oberharz und an der Technischen Universität Clausthal seit 1972 überzeugen. Damals war der junge Akademiker, aus Karlsruhe kommend, als Oberingenieur an der Seite von Prof. Kurt Leschonski mit dem Aufbau des Instituts für Mechanische Verfahrenstechnik an der TU Clausthal betraut worden. Die Aussicht auf weiße Winter hatte dem passionierten Skifahrer Röthele den Wechsel aus dem Badischen in den Harz leicht gemacht.

Nach einigen Jahren im Institut wandte sich der zweifache Familienvater der Forschung im Bereich der Partikelmesstechnik zu. Ab 1977 folgten diverse Firmengründungen, die schließlich 1984 in der Sympatec GmbH gebündelt wurden. Für seine Entwicklungen erhielt der Ingenieur 1985 den Technologietransferpreis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig. Ein Jahr später folgte der Technologietransferpreis des Bundeswirtschaftsministers.

Die Sympatec GmbH hat es im Zuge des Technologietransfers als erste Ausgründung der TU Clausthal geschafft, zu einem weltweiten Technologieführer aufzusteigen. Das Hightech-Unternehmen, dessen geschäftsführender Gesellschafter Stephan Röthele bis September 2022 war, vertreibt weltweit Systeme zur Partikelcharakterisierung in der Pharmazie, Chemie, Lebensmitteltechnik, Kunststoffindustrie sowie für Forschung und Entwicklung. Viele Absolventinnen und Absolventen der TU starteten in der Firmenzentrale, im Pulverhaus, ihre berufliche Karriere. Als Förderer unterstützte Dr. Röthele die Studierenden etwa durch Deutschlandstipendien oder Abschlussarbeiten, die in Kooperation mit der Sympatec GmbH entstanden.  

Außer für das Unternehmen engagierte sich der bekennende Oberharzer beispielsweise viele Jahre im Vorstand des Vereins von Freunden der TU Clausthal. Von 2013 an kam insbesondere das „HarzClassixFestival“ hinzu, zu dem er Musikerinnen und Musiker von internationalem Renommee zu Konzerten in die Region holte. Dabei arbeitete er auch mit der Universität zusammen. Ein Highlight war stets das deutsch-chinesische Musikfest in der Aula Academica. Neben der Musik unterstützte Dr. Röthele die Restaurierung der Marktkirche und der St.-Salvatoris-Kirche und sponserte Weltklasse-Biathleten wie Arnd Peiffer und Daniel Böhm.

Die Technische Universität würdigte das wissenschaftliche sowie weit darüber hinaus gehende Engagement Stephan Rötheles 2005 mit der Ehrendoktorwürde. 2010 zeichnete die Bundesrepublik dessen besonderen Verdienste auf wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene sowie seine kreative und erfolgreiche Arbeit als Wissenschaftler und Unternehmer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus.

Am 13. Januar 2023 ist Stephan Röthele im Alter von 76 Jahren verstorben. Die Technische Universität Clausthal sagt Danke für dessen herausragende, vielfältige und beispielgebende Unterstützung. Die Hochschule verliert einen großen Förderer, Fürsprecher, Ideengeber und eine stets inspirierende Persönlichkeit.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

Die Universität trauert um Dr.-Ing. E.h. Stephan Röthele. Foto: Archiv

Pressemitteilungen (TUC)

Vom Ausgründer aus der TU Clausthal zum Weltmarktführer

Fünf Jahrzehnte brachte sich der Unternehmer, Wissenschaftler und Förderer Dr.-Ing. E.h. Stephan Röthele in die Universität und ihr Umfeld ein. Am 13. Januar ist der Ehrendoktor der Hochschule verstorben.

Stephan Röthele besaß viele Talente: Forschungsdrang, Unternehmergeist, Weltgewandtheit, Kommunikationsstärke sowie Kultur- und Sportaffinität. Davon konnten sich die Menschen im Oberharz und an der Technischen Universität Clausthal seit 1972 überzeugen. Damals war der junge Akademiker, aus Karlsruhe kommend, als Oberingenieur an der Seite von Prof. Kurt Leschonski mit dem Aufbau des Instituts für Mechanische Verfahrenstechnik an der TU Clausthal betraut worden. Die Aussicht auf weiße Winter hatte dem passionierten Skifahrer Röthele den Wechsel aus dem Badischen in den Harz leicht gemacht.

Nach einigen Jahren im Institut wandte sich der zweifache Familienvater der Forschung im Bereich der Partikelmesstechnik zu. Ab 1977 folgten diverse Firmengründungen, die schließlich 1984 in der Sympatec GmbH gebündelt wurden. Für seine Entwicklungen erhielt der Ingenieur 1985 den Technologietransferpreis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig. Ein Jahr später folgte der Technologietransferpreis des Bundeswirtschaftsministers.

Die Sympatec GmbH hat es im Zuge des Technologietransfers als erste Ausgründung der TU Clausthal geschafft, zu einem weltweiten Technologieführer aufzusteigen. Das Hightech-Unternehmen, dessen geschäftsführender Gesellschafter Stephan Röthele bis September 2022 war, vertreibt weltweit Systeme zur Partikelcharakterisierung in der Pharmazie, Chemie, Lebensmitteltechnik, Kunststoffindustrie sowie für Forschung und Entwicklung. Viele Absolventinnen und Absolventen der TU starteten in der Firmenzentrale, im Pulverhaus, ihre berufliche Karriere. Als Förderer unterstützte Dr. Röthele die Studierenden etwa durch Deutschlandstipendien oder Abschlussarbeiten, die in Kooperation mit der Sympatec GmbH entstanden.  

Außer für das Unternehmen engagierte sich der bekennende Oberharzer beispielsweise viele Jahre im Vorstand des Vereins von Freunden der TU Clausthal. Von 2013 an kam insbesondere das „HarzClassixFestival“ hinzu, zu dem er Musikerinnen und Musiker von internationalem Renommee zu Konzerten in die Region holte. Dabei arbeitete er auch mit der Universität zusammen. Ein Highlight war stets das deutsch-chinesische Musikfest in der Aula Academica. Neben der Musik unterstützte Dr. Röthele die Restaurierung der Marktkirche und der St.-Salvatoris-Kirche und sponserte Weltklasse-Biathleten wie Arnd Peiffer und Daniel Böhm.

Die Technische Universität würdigte das wissenschaftliche sowie weit darüber hinaus gehende Engagement Stephan Rötheles 2005 mit der Ehrendoktorwürde. 2010 zeichnete die Bundesrepublik dessen besonderen Verdienste auf wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene sowie seine kreative und erfolgreiche Arbeit als Wissenschaftler und Unternehmer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus.

Am 13. Januar 2023 ist Stephan Röthele im Alter von 76 Jahren verstorben. Die Technische Universität Clausthal sagt Danke für dessen herausragende, vielfältige und beispielgebende Unterstützung. Die Hochschule verliert einen großen Förderer, Fürsprecher, Ideengeber und eine stets inspirierende Persönlichkeit.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

Die Universität trauert um Dr.-Ing. E.h. Stephan Röthele. Foto: Archiv

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