EWAZ-Transfer
Gegenstand des Projektes ist, neben dem wissenschaftlichen Know-how-Transfer aus dem EWAZ-Projekt (EFRE-Antrag ZW6- 85037489) in die Praxis, insbesondere das Aufzeigen und die Klärung weiterführender Fragestellungen im Hinblick auf eine spätere praktische Umsetzung des Projektes durch Wirtschaftsunternehmen. Im Zentrum stehen dabei sog. Kombispeicherkraftwerke mit energie- und wasserwirtschaftlicher Funktion im Verbund. Derartige Anlagen sind nicht nur im Westharz in der vorgeschlagenen Konzeption neu, weil sie in Kombination einerseits eine Klimawandelanpassungsmaßnahme im Rahmen der Deutschen Energiewende in Norddeutschland darstellen, und andererseits der Daseinsvorsorge durch integrierten Hoch- und Niedrigwasserschutz sowie der zusätzlichen Trinkwassergewinnung in den Zukunftsregionen Südost- und Südniedersachsen dienen.
Im Abschlussbericht des o.g. EFRE-Forschungsvorhabens wurden hierzu zahlreiche prinzipiell geeignete Maßnahmen vorgeschlagen. Das Transferprojekt greift den Systemgedanken im Zusammenspiel der verschiedenen Standorte auf und leitet daraus ein Pilotprojekt zur Umsetzung eines Kombikraftwerks ab. Darüber hinaus stellt die simultane Nutzung des Kombikraftwerkes unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte nach seiner Realisierung eine Ausbildungsplattform zur Schulung von Fach- und Führungskräften in der Energie- und Wassersystemtechnik dar.
Ziel
Die Errichtung des Verbundsystems mit Kombikraftwerken zur simultanen Nutzung in der regionalen nachhaltigen Energie- und Wasserwirtschaft verfolgt das Ziel, den Auswirkungen der durch den Klimawandel zunehmenden Extremwetterereignisse vorzubeugen und gleichzeitig die dafür notwendigen Anlagen soweit möglich wirtschaftlich zu nutzen. Im thematischen Fokus stehen im Einzelnen:
- Systemische Betrachtung der verschiedenen Standorte als kombiniertes energie- und wasserwirtschaftliches Verbundsystem
- Anpassung der energie- und wasserwirtschaftlichen Infrastruktur an den Klimawandel
- Konzeption und Voruntersuchung des ersten „Kombi-Kraftwerkes“ zur simultanen Nutzung in der nachhaltigen Energie- und Wasserwirtschaft
- Entwicklung, Ausführung, Simulation und Optimierung der Betriebsführung des Kombi-kraftwerks im Einzel- und Verbundbetrieb
- Erbringung von Systemdienstleistungen für Hoch- und Niedrigwasserschutz, Trinkwassergewinnung und Speicherung fluktuierender regenerativer Energien
- Berufliche und gesellschaftliche Bildung rund um das Thema (Stark)-Regenwasser, Dürremanagement und regenerative Energien
Betrachtet werden sollen dazu die möglichen energie- und wasserwirtschaftlichen Pumpspeicherstandorte, die mit der Odertalsperre, der Innerstetalsperre bzw. der Okertalsperre verbunden sind sowie die damit verbundenen Trassen Verkehr, Wasser, Energie. Die weiteren in EWAZ betrachteten, reinwasserwirtschaftlich bedeutsamen Standorte (Siebertal, Granetalsperre und Hochwasserschutz Goslar) sind nicht direkter Gegenstand des EWAZ-Transferprojektes. Vor dem Hintergrund des energie- und wasserwirtschaftlichen Gesamtsystems findet jedoch ein enger Austausch mit den dort vorgesehenen, weiteren Planungen statt.
Technologietransfer zur wirtschaftlichen Daseinsvorsorge durch nachhaltige Systemdienstleistungen im Bereich Hochwasserschutz, Ressourcensicherung und Energiespeicherung
Gefördert durch:
Zukunftsregionen in Niedersachsen, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Kofinanziert von der Europäischen Union
Projektlaufzeit:
01.09.2025 – 31.08.2027
Kontakt
Bearbeiter:
Yener Sisik, M. Eng. [Kontakt]
Projektleiter/in:
Dr.-Ing. Jens zum Hingst [Kontakt]
Projektpartner:
TU Clausthal: IGMR, EST
TU Braunschweig: Leichtweiß-Institut für Wasserbau,
Hochschule Ostfalia: Fakultät für Bau-Wasser-Boden
Georg-August-Universität Göttingen; Institut für Politikwissenschaft
Leibniz Universität Hannover: Institut für Umweltplanung
Harzwasserwerke GmbH
Uniper Kraftwerke GmbH
Harz Energie GmbH und Co. KG
VGH Versicherungen - Landschaftliche Brandkasse Hannover
Öffentliche Versicherung Braunschweig